Gemeinde Immendingen
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Lebenslagen

Unter Lebenslagen finden Sie für zentrale Ereignisse im Leben wie "Heirat" , "Bauen" oder "Geburt", etc. die wesentlichen Informationen. Entsprechendes gilt für weitere Themenbereiche wie "Schule" oder "Studium". Sie finden Informationen über Ihre Pflichten und Rechte, welche Behördengänge zu erledigen sind (mit Verknüpfung zu den zugehörigen Verfahrensbeschreibungen), welche privaten Stellen eingeschaltet werden sollten bzw. welche (auch finanziellen) Hilfen bestehen oder welche steuerlichen Auswirkungen es gibt. Es werden Tipps und Checklisten (etwa dazu, was bei einem Umzug üblicherweise und in welcher Reihenfolge zu erledigen ist) angeboten sowie Links zu weiterführende Internetangeboten.

Radonrisiko

Radon ist ein natürliches radioaktives Gas, welches im Boden und im Gestein entsteht und überall vorkommt.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass das Lungenkrebsrisiko durch Radon höher ist als bisher angenommen. In der freien Umgebung verdünnt sich Radon in der Luft. Wenn es durch undichtes Mauerwerk von Kellern in Gebäude eindringt, kann es sich dort jedoch ansammeln und der Gesundheit schaden. Radon in Gebäuden ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

Aus diesem Grund legt das Strahlenschutzgesetz einen Referenzwert von 300 Becquerel Radon pro Kubikmeter Luft in Innenräumen fest.
Die Einheit Becquerel steht für die Menge des radioaktiven Gases. Wird dieser Wert überschritten, müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Radonexposition zu verringern. Eine wirksame Sofortmaßnahme ist es, regelmäßig zu lüften. Bei einer starken Exposition kann es aber auch notwendig sein, den Keller abzudichten oder ein Lüftungssystem zu installieren. Neubauten sollen von vornherein mit Radonschutzmaßnahmen ausgestattet werden.

Um die Situation vor Ort zu erfassen, sind amtlich anerkannte Messungen mit sogenannten Radonexposimetern erforderlich. Durchgeführt werden sie üblicherweise im Keller und Erdgeschoss. Eine repräsentative Messung dauert 12 Monate, da der Wert aufgrund vieler Einflüsse stark schwankt. Arbeitsplätze, an denen der Referenzwert trotz Schutzmaßnahmen überschritten wird, müssen seit dem 31. Dezember 2018 bei der Strahlenschutzbehörde angemeldet werden.
Für Privatpersonen sieht das Gesetz keine Messverpflichtung vor, eine erhöhte Radonkonzentration kann aber nur messtechnisch nachgewiesen werden.

Der Schutz vor Radon beginnt bei regelmäßigem Lüften. Bei stark erhöhten Radonwerten hilft etwa eine Lüftungsanlage oder das Abdichten von Eindringpfaden.
Beim Bau von neuen Gebäuden ist es sinnvoll, den Schutz vor Radon von Anfang an mitzudenken.

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Umweltministerium hat ihn am 23.09.2019 freigegeben.

     
 
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